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Freitag, 27. Juli 2012

Voratsdaten-Analyse

Auf Netzpolitik.org gab es neulich zwei Posts zum Thema Voratsdaten. Das ist jetzt - so für sich genommen - nicht sonderlich überraschend. Was ich aber schön fand (ich habe sie zufällig auch noch direkt hintereinander angehört), war das gemeinsame Thema "Analyse von Vorratsdaten" - beleuchtet von zwei komplett konträren Standpunkten aus.

Der erste Post beinhaltet einen Vortrag zum Thema "Analyse der Daten auf Seiten der Netzbetreiber". Hier geht es also darum, wie eine Firma den Betreibern von Netzen dabei hilft, noch mehr über ihre Kunden herauszufinden. Interessant bis bedenklich...:

Im anderen Post geht es um die Daten eines einzelnen Nutzers. Hier erzählt Malte Spitz bei TED über seine ganz persönlichen Erfahrungen mit seinen ganz persönlichen Daten (die von der Deutschen Telekom erhoben wurden):

Dienstag, 3. August 2010

Ole Ole - Zeitlupe is scheiße - Ole Ole

So würde es der, jedem Klischee entsprechende, dem Lehrbuch entsprungene, Fußballfan wohl ausdrücken. Ganz anders formulierte es gestern Arno Orzessek im Deutschlandfunk:

Wenn man Herbert Fandels Forderung, die Zeitlupe abzuschaffen, frühzeitig in der modernen Kunst verwirklicht hätte, wäre uns viel Langeweile erspart geblieben.
...
Die Zeitlupe ist eine technisch-visuelle Utopie. Sie zeigt die Welt, wie Menschen sie - jedenfalls ohne Einwirkung halluzinogener Drogen - mit dem biologischen Auge allein nicht wahrnehmen können. Das tut zwar, genau genommen, auch jede andere künstliche Abbildung, angefangen mit dem stets spiegelverkehrten Spiegelbild - aber die Zeitlupe, wie umgekehrt der Zeitraffer, erzeugt nicht den Realitätsanschein, der Filmen in Normalgeschwindigkeit eigen ist.
und
Weil die Zeitlupe einer Unterstreichung gleich stets etwas hervorhebt, kann sie nichts Banales zeigen - sie kann höchstens, siehe Warhol, siehe Douglas, die Bedeutung selbst durch Überdehnung dem Risiko der Banalisierung aussetzen.
Hier der Link zum Text der gesamten Sendung - dort dann auch die mp3 Version zum Anhören.

Montag, 10. März 2008

Wir basteln uns einen Podcast

Für ein neues Projekt, dass ich gerade ausarbeite untersuche ich aktuell Möglichkeiten, um einen Podcast ins Netz zu bringen und dabei möglichst wenig zu zahlen... Hier fasse ich einfach mal ein paar Sachen zusammen, auf die ich so gestoßen bin. Eine der Voraussetzungen ist, dass der Service es mir erlaubt, meine bereits fertigen MP3s hochzuladen und diese mit wenigen Klicks als Podcast zu veröffentlichen. Wen nur das Fazit interessiert, das ist ganz unten. Jetzt kommt erstmal eine Zusammenfassung der Untersuchung (in chronologischer Reihenfolge, da ich das einfach live und parallel mit schreibe):

  • ccPublisher: Das Creative Commons Projekt bietet zusammen mit archive.org eine Plattform an, mit Hilfe derer man einfach Dateien unter der Creative Commons Lizenz im Netz veröffentlichen kann. Leider bedient das Projekt nur die Hostseite, d.h. den Podcast Feed muss man immer noch selber erzeugen.
  • Tutorial (Making a Podcast with Blogger and FeedBurner): Das Tutorial beschreibt, wie man einen Podcast mit Hilfe von blogspot und der Plattform FeedBurner erzeugt. Hier ist aber das Hostingproblem nicht gelöst. der Vorteil dieser Lösung wäre natürlich, dass ich einfach aus diesem Blog hier auch entsprechende Podcasts extrahieren könnte.
  • Übersichtsartikel: Dieser Blogpost beschreibt einige Plattformen, von denen die meisten aber kostenpflichtig sind. Da ich aber nach Möglichkeit nichts bezahlen will, werden ich nicht weiter darauf eingehen.
  • Odeo Studio: Hier kann man recht einfach Audio aufnehmen, speichern und als Podcast veröffentlichen. Dieser Blog sagt aber, dass, wenn man sich den Podcast nicht mit dem OdeoFlashPlayer anhört, Werbung für Odeo in den Podcast eingebaut wird. Allerdings konnte ich auf der Odeo Seite dazu nichts finden. Der Upload von Dateien funktioniert nur in der Beta, für die man sich extra registrieren muss.
  • OurMedia: Diese Plattform ist quasi ein Frontend zu verschiedenen (Media-)File-Hosting Plattformen wie archive.org oder auch blip.tv. Veröffentlicht werden die Dateien dann unter der Creative Commons Lizenz. Beschränkungen, was die Dateigröße angeht gibt es keine und es werden dank den dahinter liegenden Archive auch fast alle Dateiformate unterstützt. Das Hochladen einer Testdatei über das Webinterface hat problemlos funktioniert.
    Um einen Podcast zu erzeugen muss man jetzt einen sogenannten Channel anlegen und da dann die Medien hinzufügen. Leider ist das nicht sonderlich komfortabel gelöst.
    Auf der Seite ist auch ein Publishingtool (SpinExpress) verlinkt, das man zum Veröffentlichen auf OurMedia verwenden kann. Allerdings hat sich bei der Installation mein Virenscanner gemeldet. Hab den Zugriff verweigert. Um das Tool in seinem Gesamtumfang nutzen zu können muss man sich auch noch manuell einen archive.org Account anlegen. An dieser Stelle habe ich den Test abgebrochen und das Tool deinstalliert ;-)
    Fazit für OurMedia: Geht an sich schon in die richtige Richtung, ist aber leider noch nicht der Weisheit letzter Schluss.
  • typo3: Das ist ja eigentlich kein Hoster. Aber nachdem ich bisher nichts vernünftiges gefunden habe, ist das eine Möglichkeit, die ich an dieser Stelle aber nicht gesondert aufnehmen möchte. Sollte ich mich für die Lösung entscheiden, werde ich dazu mal einen extra Beitrag schreiben.
  • poderator: Diese Plattform hostet zwar keine Dateien, dafür kann man sich hier aber ganz einfach den RSS-Feed hinter dem Podcast zusammenklicken. Diesen dann aber nur downloaden. Man brauch also noch einen Host für die XML File ;-(
Noch ein kleiner Tipp: Eine ganz gute, freie Audiosoftware ist Audacity. Man muss sich noch den Lame-mp3-Encoder dazu holen. Wie das alles funktioniert, wird aber auf der Audacity Homepage bestens erklärt.

Fazit: Ich warte immer noch auf meinen "Odeo Studio Beta" Account, da das die einzig vernünftige Gesamtanbieter-Alternative zu sein scheint. Aber laut Gerüchten sind die dabei zu zumachen ;-(.
Bis dahin werde ich das Internet Archive als Filehost und poderator als RSS-Generator benutzen. Da hab ich mich wohl zu früh gefreut und die Beschreibung von podcaster nicht genau genug gelesen. Also Fazit jetzt: Den Podcast gibt's immer noch ned ;-(